Montag, 23. September 2013

öffentliche Buchpremiere "Gemeinschaft der Glückssüchtigen"

Wie kann unsere Welt ohne Macht und Unterdrückung funktionieren, warum könnte sie das heute besser als je zuvor?


Ein modernes Kommunismusbild nach DDR-Erfahrungen und mit modernen Datenaufbereitungs- und Vernetzungs-möglichkeiten
Mit dem Autor 
Slov ant Gali.






Aus dem Klappentext: "Es ist wieder Zeit für Utopien. Es reicht nicht, jene einzelnen Stückchen des "Kapitalismus" nicht zu wollen, die gerade am meisten weh tun. Es reicht nicht einmal, den Kapitalismus insgesamt nicht zu wollen. Wir müssen auch etwas Anderes bewusst wollen und darauf hinarbeiten."
Dieses "Andere" soll Gegenstand der Veranstaltung sein ...



Freitag, 21. Juni 2013

Heute erst erfahren: Auf der gestrigen Politikseite der Tageszeitung "Neues Deutschland" wurde das Buch mit folgender "Leseprobe" aus dem Vorwort berücksichtigt:

Hier schreibe ich – ich kann nicht anders. … Ich möchte einladen zum Be-Denken von Alternativen im Zusammenleben der Menschen. Schluss mit dem Glauben, es gäbe keine. Ihr müsst mir ja nicht folgen. … aber lest! Gerade ihr, die ihr meint, einer, der in der DDR aufgewachsen ist, der muss entweder den „Kommunismus“ restlos satt haben oder ein unbelehrbarer Sturkopf sein. … Ich wünsche mir die freieste, individuellste, menschlichste Gemeinschaft, die sich Menschen zum Zusammenleben gestalten können. Es graust mich davor, was passieren wird, wenn wir nicht rechtzeitig anfangen, sie zu schaffen: Wahrscheinlich vernichten wir unsere Existenz. Da muss man doch etwas tun …
Nein, Herr Bundespräsident, ich kann mir „glückssüchtig“ nicht als Schimpfwort vorstellen. So wenig, wie ich mir wünsche, von meinen Kinder erfahren zu müssen, sie sind bei XY „im Kampf“ für … gefallen oder sie haben keinen „Job“ und damit kein Auskommen, ihr Leben zu fristen, überhaupt, sie seien „unglücklich“, so wenig wünsche ich das irgendeinem anderen Erdenbürger. Ich finde es richtig danach zu suchen, wie am besten gesichert werden kann, dass jeder sich als nützlich empfinden, das Gefühl haben kann, gebraucht zu werden, dass er rundum zufrieden ist, glücklich eben. ...

Fangen wir an! Suchen wir die Stelle, von der aus wir nicht nur die vorhandene Welt in Frage stellen, sondern über ihren Tellerrand hinaus denken. Wer sich beschwert, meine „Philosophie“ reiche nur für einen Stammtisch, … dem sage ich, setz´ dich doch dazu! Philosophiert mit mir gemeinsam. Nur weil ich Wasser trinke, braucht ihr euch ja das Bier nicht zu verkneifen. Also Prost! Denken wir uns die Welt neu! Und dann machen wir sie uns so … ...

Freitag, 14. Juni 2013

Eine Rezension bei Lovelybooks und amazon mit angekreideten Schönheitsfehlern, über die zu reden ist

„...Ich wünsche mir die freieste, individuellste, menschlichste Gemeinschaft, die sich Menschen zum Zusammenleben gestalten können...“

Der Autor, Jahrgang 1955 und in der DDR aufgewachsen, versucht in dem Buch, die Frage zu beantworten, wie wir zukünftig leben wollen. Er entwirft ein Gesellschaftsbild der Zukunft.
Grundlage dafür ist seine Analyse des Marxschen Gesetze für die Entwicklung von Markt und Gesellschaft.
Am Anfang legt er dar, warum der Übergang vom Kapitalismus zu einer neuen Gesellschaftsordnung bisher nicht funktioniert hat und was in den sozialistischen Ländern schiefgelaufen ist.
Seine Gedanken lassen sich gut nachvollziehen. Sie regen an, sich mit den Verhältnissen in der Gesellschaft auseinander zu setzen. Ich bin nicht in allen Punkten mit ihm einer Meinung, finde aber, dass es gute Ansätze zum Weiterdenken gibt. Schwierig ist der Spagat zwischen Individualität, Freiheit und Rücksichtnahme auf die Rechte der anderen. Die Interpretationsmöglichkeiten seiner Aussagen sind vielfältig und lassen sich sehr kontrovers diskutieren. Dabei versteht es der Autor, seine Ideen durch wirklichkeitsnahe Bilder zu veranschaulichen.
Im Buch ist erkennbar, dass sich der Autor ausführlich mit den Lehren von Marx und Lenin beschäftigt hat. Gleichzeitig gibt es mehrere Abschnitte, in denen er darlegt, wie seine DDR – Vergangenheit sein Denken beeinflusst hat. Das geschieht sachlich. Es überzeugt, weil es eigene Erfahrungen und Erlebnisse sind.
Sehr gut gefallen haben mir die Gedichte. In konzentrierter Form drückt er dort sehr persönlich aus, was ihn bewegt.
Zwei Fakten sind, meiner Meinung nach, die Schönheitsfehler des Buches. Zum einen nennt er seine neue Gesellschaft Kommunismus, obwohl sich dieser Begriff historisch diskreditiert hat, zum anderen bleibt der Weg dorthin sehr vage.
Das Cover ist ein Widerspruch in sich. Bild und Text stehen kontrovers zueinander.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Es gab mir die Möglichkeit, eine neue Vorstellung von der Zukunft mit meinen eigenen Bild zu vergleichen. Der Autor hat sich an eine Utopie gewagt, die auf Freiheit und Individualität setzt. Ein mutiger Gedanke!

Quelle Amazon
Quelle lovelybooks

Dienstag, 11. Juni 2013

Eine weitere Leserrezension in Lovelybooks

B.: Slov ant Gali schreibt in seinem Buch über die Utopie des Kommunismus‘, wie dieser in der Zukunft auf der ganzen Erde funktionieren könnte. Er ist der Meinung, dass dieses Modell erst in der heutigen Zeit möglich ist, da wir nun alle weltweit über das Internet miteinander verbunden sind. Die Grundidee ist folgende: Alle Menschen sollen gleich sein, das heißt, jeder bekommt seine Grundbedürfnisse, Essen, Trinken, Wohnen (auch mit Luxus, wenn gewollt). Das setzt natürlich voraus, dass jeder trotzdem arbeiten geht. So viel Pflichtbewusstsein muss sein, damit das alles erfüllt werden kann. Die Arbeitszeit soll aber geringer ausfallen, da durch dieses Leben etliche Berufszweige entfallen. Wir bekommen dafür alle ein glücklicheres, familienfreundliches, zufriedenes, ruhiges, klimafreundliches und fast kriminalitätsfreies Leben, weil es keinen Neid und keine Missgunst mehr unter den Leuten gibt. Es hört sich wirklich vielversprechend an, aber kann das wirklich funktionieren? Gehen die Menschen arbeiten, wenn sie keinen Lohn mehr dafür erhalten? Wird sich die Menschheit auch dann noch weiterentwickeln, oder läuft dann alles wieder rückwärts? Wäre das einen Versuch wert? Die Utopie wurde in dem Buch sehr gut beschrieben, und auch die eingefügten Episoden aus dem Leben in der DDR von Slov ant Gali waren sehr interessant.

http://www.lovelybooks.de/autor/Slov-ant-Gali/Gemeinschaft-der-Gl%C3%BCckss%C3%BCchtigen-Wie-wir-die-Welt-wollen-1039839593-t/rezension/1044134648/

Montag, 10. Juni 2013

Weiter aus der Debatte

m. schreibt:
Die angedachte Gesellschaft klingt sehr positiv. Ich habe aber ein Problem damit, dass alles auf die Befriedigung von Bedürfnissen, also auf die materielle Basis, ausgerichtet ist. Wie willst du die menschlichen Probleme wie Eifersucht und Machtstreben in den Griff bekommen? Wer gibt Regeln und Normen vor, die von allen akzeptiert werden?
Also erst einmal: "Befriedigung von Bedürfnissen, ALSO ... materielle Basis" klingt etwas missverständlich: Zu dieser materiellen Basis gehört eben NEBEN Konsum- und Kommunikationsgütern auch das Bedürfnis nach persönlicher Entfaltung. Bildung im weitesten Sinn.
Das ist nicht alles ... aber ohne diese Basis ist jeder Versuch, Menschen "bessern" zu wollen, der Anfang einer Katastrophe, der in Gewalt endet, weil der Erfolg ausbleiben MUSS.
Man wird ewig mit "Eifersucht" leben müssen, weil es immer etwas geben wird, was jemand beansprucht, ohne es im erträumten Umfang zu besitzen. Das betrifft gerade zwischenmenschliche Beziehungen. Aber mit der Art des Besitzes ändern sich eben die Beziehungen. Wer sollte einem anderen missgönnen, dass er die größte Sammlung von ... besitzt, wenn er sie mit eigener Aktivität erworben hat. Du hast deine, der seine Welt.
Machtstreben kann nur durch Verminderung von Machtpositionen bekämpft werden. Heute hat ein Chef schon allein dadurch Macht, dass er sagen kann, dann schmeiß ich dich raus (o.ä.). Diese Macht wird umso kleiner, je leichter es ist, sich einen neuen "Chef" zu suchen.
Damit verbindet sich "Macht" immer mehr mit Achtung. "Machtstreben" muss ja nichts Schlechtes sein, wenn man stolz sein kann, wie viele gern mit einem und "unter" einem arbeiten. Ursprünglich haben die Stämme ihre Häuptlinge gewählt und abgewählt, wenn sie sie zum Lösen ihrer Probleme brauchten. Na gut. Ein Schuss Eitelkeit als Triebkraft ... ist doch keine Katastrophe.
Bei Fragen häuslicher Gewalt machen es sich viele zu leicht, die Fragen, warum sich die / der das gefallen lässt. Der Gepeinigte sieht eben AUCH voraus, was an "Ungemütlichkeiten" auf sie zukommt. Frauenhaus und Arbeitssuche, evtl. als "alleinstehend mit Kind", dazu Wohnungssuche mit nichts in der Hand usw. verwandeln die "zwischenmenschliche" Abhängigkeit (die Restliebe) in eine sehr materielle. Einen eigenen Weg zu gehen setzt also einen hohen Leidensdruck voraus. Ist diese Machtposition im Hintergrund weg, , muss sich der "mächtige" Partner mehr auf den anderen zubewegen, um die Partnerschaft zu erhalten. Das löst nicht alles, es erleichtert aber manche Lösung, weil die "Gegenmacht", "na, dann suche ich mir woanders einen anderen Partner" realistischer ist.
Aber wie gesagt: Das ist ein langer Prozess. Du musst dir in etwa vorstellen, dass es dann u.a. eine andere Märchenwelt gibt, und sollten dann die Kinder eines der Grimm-artigen Märchen hören, werden die Kinder verwundert fragen, warum die denn Prinzessin oder Prinz / König werden wollen - die müssen ja doof gewesen sein, damals ... (grins)
Hätte ich fast vergessen: Eine kommunistische Gesellschaft funktioniert einfach nur durch aktive Beteiligung möglichst vieler Engagierter an diesem Normenbildungsprozess. Ich habe im Buch versuch, das zu beschreiben: Das Problem ist, dass wir heute in der Kategorie "Staat" denken. Also eine eigenständige Institution "vertritt" die Macht der Herrschenden, indem sie aufgeschriebene Normen durchsetzt mittels Gewalt.
Dass es im Kommunismus keinen "Staat" gibt, heißt ja nicht, dass es keine aufgeschriebenen "Normen" gibt. "Volksabstimmungen" werden etwas alltägliches sein. Was nutzt dir schließlich das beste Verständnis für Zusammenhänge in der Welt, wenn du sie in der Praxis nicht verwenden kannst. Du gibst also diese Normen und Regeln selbst mit vor als Teil der aktiven Mehrheit (und damit es richtig spannend wird: mitunter auch als Teil eine aktiven Minderheit, die die Mehrheit erst nachkorrigiert). Dabei befinden sich diese Normen in einem unterschwelligen Fluss. So in der Art, dass es irgendwann normal sein könnte, splitternackt im Vorgarten zu sitzen, weil "man" sich dran gewöhnt hat, dass es die Nachbarn tun. Dann findet sich eben jemand, der die Änderung des Begriffs "öffentliches Ärgernis" als definiertem Sachverhalt "konkretisiert", sprich: ändert. Aber schon wird sich eine Gruppe finden, deren Mitglieder sagen, wir fühlen uns von solchem Verhalten trotzdem belästigt. Sie werden sich zu eine Wohngemeinschaft zusammenfinden, innerhalb derer sie eigene Normen fixieren, die für sie gelten - was im konkreten Fall ja keinen Schaden bedeutet, nur Zeit, innerhalb derer sich die Andersdenkenden im Bereich der ihnen unsympathischen Norm entscheiden werden, sich an ihre Norm anzupassen und ggf. neue Mehrheitsverhältnisse abzuwarten, oder sich ein Wohnumfeld ihres Normverständnisses zu suchen.
Als Gegenbeispiel nehme ich die in Berlin geltenden Regelungen zu Volksentscheiden: Zum einen sind sie ausgeschlossen, wenn sie Geld kosten. Also sie dürfen die Finanzhoheit nicht betreffen. Die Wasserinitiative musste also erst einmal ihre Zulässigkeit nachweisen, indem sie die Kostenneutralität für das Land darlegte. Zur Annahme des Entscheids waren dann so viele ja-Stimmen erforderlich - im ganzen Berliner Senat saß nicht ein einziger Abgeordneter, der persönlich oder über seine Partei dann ein "Vertretungsmandat" gehabt hätte.
Willst du dir wirklich deine Regeln vorgeben lassen? Wirke an der Aufstellung vernünftiger Normen mit deine eigenen Vernunft mit. Na gut. Dazu muss jeder an seine "Vernunft" arbeiten ...

Sonntag, 9. Juni 2013

"Gemeinschaft der Glückssüchtigen" finden z.B. interessant:


... die Mitglieder des Bundestages, Fraktion "Die Linke"
Niema Movassat
Harald Koch

... vom Vorstand der SAV "Sozialistische Alternative"
Lucy Redler
Sascha Stanicic